Daguerreotypie

Landschaft
und Orte

In ihrer frühen Blütezeit war die Daguerreotypie vor allem ein Verfahren des Porträts. Menschen ließen ihr Bild auf einer versilberten Platte festhalten, als Erinnerung für Angehörige und kommende Generationen. Landschaften und Ortsansichten entstanden im Vergleich dazu seltener. Die aufwendigen Arbeitsschritte ließen sich unter den kontrollierten Bedingungen eines Ateliers leichter bewältigen als unterwegs.

Was das fotografische Bewahren eines Ortes bedeuten konnte, brachte der Daguerreotypist Girault de Prangey 1844 zum Ausdruck:

„Wenn ich es im Augenblick nicht wage, Ihnen von diesen Orten zu erzählen, so nehme ich doch ihren kostbaren und unbestreitbar getreuen Abdruck mit mir, den weder Zeit noch Entfernung schwächen können.“

Joseph-Philibert Girault de Prangey, 1844, eigene Übersetzung aus dem Französischen.